Darwin – die heißeste Stadt Australiens
Da unsere Tour in Darwin endete,
wollten wir uns hier noch ein paar Tage Zeit nehmen um die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Doch zunächst verbrachten wir unsere erste Nacht in etwas ungewohnt weichen, einem
Bett!
Am nächsten Morgen hieß es dann erst einmal mit Sack und Pack umziehen, denn das Hostelleben hatte uns wieder. Bei geschätzten 32°C Außentemperatur (um 10 Uhr Vormittags, und das im Winter!) wurde der 1½ Km lange Marsch zu einer wirklich schweißtreibenden Angelegenheit.
Da das Wetter für die nächsten Tage keine wirkliche Abkühlung versprach, holten wir uns diese im
Hauseigenen Pool, bevor wir zu einem ersten Stadtrundgang aufbrechen wollten. Leider hat Darwin außer Hitze nicht sehr viel zu bieten. Oder besser gesagt, es hat sicherlich einiges zu bieten,
aber aufgrund der Wärme schien alles was weiter als 2 Km von unserem Hostel entfernt war unmöglich zu erreichen ohne an Dehydration zu verenden. So war unser erster Ausflug nach ein paar Stunden
auch schon wieder beendet und wir zogen uns in unser (zum Glück) klimatisiertes Zimmer zurück.
Immerhin versprach der Abend
Abwechslung. Denn jeden Donnerstag findet der scheinbar doch recht bekannte „Mindil Beach Sunset Market“ statt. Hier sollte es möglich sein, sein Abendessen aus einem Angebot von über 30 Nationen
zu wählen und dieses später bei einem wunderschönen Sonnenuntergang zu verspeisen. Da wir während der Tour was Sonnenuntergänge angeht etwas abgestumpft wurden, haben wir uns dann Hauptsächlich
auf die Kulinarischen Vorzüge des Marktes konzentriert.
Zwei Tage sollten uns noch verbleiben, und während Tina und Martin (J.) es nochmals mit einem Stadtrundgang versuchten, blieb Matze, den eine Erkältung dahingerafft hatte, im Zimmer zurück. Er vertritt bis heute die Meinung, dass es in der Höll nicht heißer sein könnte als in dieser Stadt!
Für die letzten Abende entschlossen wir uns dann es den Einheimischen gleich zu tun und uns in den
gut klimatisierten und sehr gut gefühlten Pub´s aufzuhalten.
Wer immer noch denkt das die Australier das ruhige und ausgeglichene Volk sind, als das
sie sich selbst gern sehen, sollte einmal einen Pub besuchen in dem gerade eine Live-Übertragung ihres Lieblingssportes „Rugby“ läuft. Oder war es „Aussi Rules“, oder vielleicht doch „Foody“. In
Australien gibt es drei favorisierte Sportarten, die sich allerdings nur in Kleinigkeiten unterscheiden. Für Außenstehende (wie uns) scheint es beinnahe unmöglich diese auszumachen. Matze hat mal den Fehler gemacht einen Einheimischen Sportbegeisterten nach diesen Unterschieden zu fragen. Was er
bekommen hat war ein annährend eine Stunde dauernden Vortrag und die Erkenntnis das jeder Sport bei dem kein Blut zu sehen ist langweilig ist. Aber wir schweifen ab…
Auf jeden Fall spielte an diesen Abend die Australische Nationalmannschaft gegen irgend so ein ausländisches Team in irgendeinen Wettkampf in einer der drei erwähnten Sportarten. Und obwohl die
Australische Auswahl gehörig die Hucke voll bekommen hat, war die Stimmung ausgelassener als bei jedem öffentlich ausgestrahlten Fußballspiel der deutschen Nationalmannschaft. Die Erkenntnis die
uns blieb war, dass die Zuschauer manchmal viel interessanter sein können als das Spiel selbst… Nach 2 Tagen Darwin verließen wir auch schon wieder die Hauptstadt des Northern Territory um uns in
Richtung New South Wales zu begeben. Dort wollten wir mit Martin seine letzten Tage in Australien verbringen. Wieder war es eine Jetstar-Maschine die uns wohl behalten die ca. 5000 KM bis nach
Sydney brachte. Dank einer träumerischen und zahllos überforderten Stewardess, musste selbst Martin der ca. 20 KG Übergepäck hatte keinen Cent mehr bezahlen.
Schlaflos in Sydney
Stellte diese Stadt für uns das erste
Mal, dass Tor zu Australien dar, hatten wir mittlerweile schon eine ganze Menge gesehen und erlebt. Jedoch war es ein schönes Gefühl wieder dort zu sein, immerhin ist Sydney die wohl schönste
Großstadt die wir bisher gesehen haben.
Die nächsten Tage verbrachten wir hauptsächlich mit Sightseeing, shoppen, fotografieren und natürlich faulenzen. Nachdem ein Besuch der Oper auf dem Programm stand, erzählte uns die nette und engagierte Empfangsdame, dass es für die laufende Vorstellung - die Romeo und Julia Oper - ein besonders Special gibt. Eine geführte Tour durch das Weltberühmte Opernhaus und das Gesangsspiel für einen wirklich günstigen Preis.
Da überlegten wir natürlich nicht lange und waren uns einig diese einmalige Gelegenheit in Anspruch
zu nehmen. Als besonderen Leckerbissen wurden wir dann auf Plätze die normaler Weise 250 Dollar (höherklassige gab es nicht) kosten, für lediglich 50 Dollar gesetzt.
Nun war natürlich das Thema der passenden Abendgarderobe zu klären, denn außer Martin der sich in den USA mit weiß Gott wie vielen Sachen eingedeckte hatte, gab unser bescheidener Backpacker-Rucksack natürlich nicht so viel her. Nach einigem Hin-& Her überlegen, entschieden wir uns jedoch nur das Beste aus unserem Köfferchen zu nehmen und uns nicht noch mal neu einzudecken. Bis auf die Turnschuhe war unser Outfit auch gar nicht so schlecht, aber die sieht ja eh keiner im Dunkeln…
Da saßen wir also. Drei Backpacker umringt von dem am besten gekleideten Publikum das in Sydney aufzutreiben war. Und während der Saal sich langsam füllte beschäftigte uns nur eine Frage: „Müsste es nicht langsam mal dunkel werden?“. Das dass Schauspiel uns Eventuell enttäuschen könnte stand für uns von vornherein außer Frage. Wann sieht man schließlich schon mal ein Stück in der Oper von Sydney. Das einzige was anfangs etwas gewöhnungsbedürftig war, war die Tatsache das sowohl Julia, als auch Romeo von weiblichen Darstellern gespielt wurden. Aber nachdem man das nach einer guten viertel Stunde auch verstanden hatte konnte man sich entspannt zurücklehnen. Da es eine Oper im italienischen Original war, konnten wir dank Englischem „Übertitel“ auch ziemlich viel verstehen.
Leider wurden wir
auch in Sydney nicht von dem Thema Krank sein verschont. Plagte sich Matze schon seit Darwin mit einem Handfesten Schnupfen rum (er möchte übrigens anmerken das fliegen mit diesem überhaupt
keinen Spaß macht), tat es ihm Tina hier gleich. Als Matzes Bakterien schließlich zu einer Grippe mutierten war es um unseren Schlaf geschehen und wir schlugen uns die letzten Nächte mehr
schlecht als recht um die Ohren. Also musste Martin allein los ziehen um das Nachtleben Sydney´s zu entdecken. Was er da so alles erlebt hat lest ihr aber am besten auf seinem eigenen Blog
durch…
Während wir uns daran machten unsere Tour durch Australien fortzusetzen, hieß es für Martin seinen
Heimflug nach Deutschland anzutreten. Da uns mit Victoria und South Australia noch zwei Bundesstatten des Australischen Festlandes fehlten, machten wir uns erneut mit einem gemieteten Camper-Van
weiter Richtung Süden auf… Es versprach spannend zu werden bei unserer vollständigen Entdeckung des 5. Kontienents…
Demnächst mehr Nachrichten aus Down Under...
